Das Arbeitsleben bei der Firma, in der ich für fast 25 Jahre gearbeitet habe, ist vorüber.
Gottseidank! – Wegen der Geschäftsführung. Wegen der Rücksichtslosigkeit. Wegen der Gefühlskälte. Wegen der Lügen. Wegen der Selbstverliebheit. Wegen der Selbstgerechtigkeit. Wegen der Arroganz. Wegen der Inkompetenz. Wegen der Heuchelei. Wegen des Opportunismus‘.
Ja schade!
Wegen der tollen Kolleginnen und Kollegen:
Wegen des herzlichen Lachens. Wegen des großartigen Humors. Wegen der Verlässlichkeit. Wegen des Gemeinschaftsgefühls. Wegen des Respekts untereinander. Wegen der Hilfsbereitschaft. Wegen der guten Gespräche. Wegen der Kritikfähigkeit. Wegen des reflektierten Handelns. Wegen der Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen. Wegen der Courage.
Ach ja und dann wieder auch nicht. Im Laufe der Jahre hat sich die Belegschaft quasi geteilt. In die Mutlosen und die Mutigen. In die Opportunisten und die Aufrichtigen. In die Heuchler und in die Kritiker. In die Wegschauer und in die Hinschauer.
Es gibt nicht mehr viele, die Mut haben. Mut, zu widersprechen. Mut, aufzustehen und zu helfen, wenn andere achtlos vorbeigehen. Wenige nur noch, die morgens in den Spiegel schauen können. Viele gibt es, die nur noch auf sich achten. Auf ihre Karriere. Auf das Lob des Herrn -sorry, des Bosses. Wenige nur noch, die das Wort „Solidarität“ noch kennen, aber schnell um Hilfe rufen, wenn es ihnen mal schlecht geht. …
Mein Arbeitsleben in diesen Blasen ist vorüber. Gottseidank.
Zeit, mein Wissen und meine Erfahrungen an Menschen weiterzugeben, die erkennen, dass es mehr gibt als Eigenutzmaximierung.
Byebye Großkotzern, – zäh -konzern. 😉

